Erfahrungsberichte

Durchs Fenster beim Sterben zusehen

In dem Dienst, von dem ich berichten möchte, lag ein 92-jähriger Patient bei uns auf Station. Er ist COVID-positiv. Sein Zustand hatte sich in den vergangenen Tagen immer weiter verschlechtert.

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Bericht aus einem Kreißsaal

In dem Dienst hatten wir eine Besetzung von insgesamt drei Hebammen. Das bedeutet: zwei Hebammen für sechs Kreißsäle und zwei OPs. Eine Hebamme für die Aufnahme, gefüllt mit vier wehenden Frauen, die nicht in den Kreißsaal konnten, weil alle belegt waren.

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Der Schrei der Mutter verfolgt mich bis heute

Als nun ein Kind mit Verdacht auf Ertrinkung angekündigt wurde, musste schnell entschieden werden, wer in die Notaufnahme geht, um das Kind in Empfang zu nehmen.

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Er zappelt, aber da kommt keiner

Mehr habe ich dann nicht mehr gesehen, was genau passiert ist, ich kann das nicht so gut sehen, weil ich dann nicht schlafen kann, wenn so etwas passiert.

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Nicht mit mir und mit niemandem sonst

Ich liebe meinen Beruf und ich bin sehr stolz darauf. Allerdings bin ich so schockiert über die unterirdisch schlechte Versorgung in diesem Haus, dass ich es dort nicht länger als 2 Jahre ausgehalten habe.

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Wirf einfach ein Laken drüber

Kein anderer Kreißsaal war frei, der OP besetzt. Nur der eine Kreißsaal mit einem völlig blutverschmierten Kreißbett einer anderen Patientin war nicht belegt.

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Eine examinierte Pflegekraft auf Gastroenterologie berichtet

Auf einer anderen Station ist das Personal aus krankheits- und kündigungsbedingten Gründen zu wenig. Ich werde für einzelne Dienste gebeten dort auszuhelfen.

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Ein Bericht aus der Endoskopie

Von der PCL wurden uns eigentlich zwei weitere Stellen versprochen, es gäbe sogar zwei Leute, die gerne anfangen würden. Der Vorstand hat die zwei Stellen aber abgelehnt - wir wissen nicht, warum.

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Sexuelle Belästigung in der Ausbildung

Mit einem unguten Gefühl betrete ich das Zimmer schon am Morgen, denn in den letzten Tagen wurde ich mehrfach Betroffene von sexualisierten Aussagen und ebenso häufig „zufällig“ angefasst.

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Sterben und gesehen werden

Die Patientin, die den Schwesternruf betätigte, erwartete mich hyperventilierend und teilte mir mit, dass sie unbedingt einen Arzt benötige. Dieser hätte ihr mitgeteilt, dass sie schwer krank sei und sie jetzt sterben müsse.

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Herr K.

Den ganzen Morgen über war es schon sehr wuselig gewesen, an Frühstück war wie immer nicht zu denken. Viele Blutentnahmen, Chemotherapien, die zeitgenau angehängt werden mußten, zwei jungen Patientinnen in hochpalliativen Situationen.

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Wenn Wahnvorstellungen real werden

Es ist schlimm genug, dass wir in der Rettungsstelle nicht die nötige Zeit haben uns adäquat, um psychiatrische Patient:innen zu kümmern, doch darum geht es hier nicht.

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Keine Zeit für Menschlichkeit

Niemand von uns macht Pause, manche von uns schaffen es nicht mal auf die Toilette zu gehen oder zu trinken. Letzteres hilft sogar, um das zur Toilette gehen müssen zu verhindern. Aber gut für die eigene Gesundheit ist es nicht.

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Krampfanfall auf dem CT Tisch

Sofort rannte ich in den Untersuchungsraum, holte die Patientin aus dem Gerät, hielt sie fest und schrie um Hilfe. Doch leider hörte mich niemand, denn ich war allein.

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Sturz ins Leben

Ich war im ersten Lehrjahr meiner Hebammenausbildung. Als ich im Frühdienst meinen Dienst begann, kam mir bereits eine gehetzte Hebamme entgegen. Sie alleine hatte in der Nacht fünf Frauen betreut, die auch alle in dieser besagten Nacht ihre Kinder bekommen haben.

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Schuld und Unschuld

Einen hervorragenden Bettenplan zu erstellen, allerdings weißt du der Plan geht nicht auf. Alle Patienten können nicht untergebracht werden.

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Eingeklemmt

Frühdienst. Sechs Geburtsräume sind voll und vier Hebammen sind im Dienst. Die Aufnahmeräume sind durch vier geplante Kaiserschnitte (Sectionis) ebenfalls belegt.

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Erstickt im Wartezimmer

Dabei fühle ich mich schlecht; ich weiß, den Patienten geht es nicht gut. Ich weiß, auch ich könnte dieser Patient sein, der seit über einer Stunde in der Abteilung oder auf dem Flur auf Abholung wartet.

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Entzug unmöglich

Wir haben über Wochen und Monate eine Alkoholabhängige entzogen und nach der Verlegung auf eine unterbesetzte Station war alles in einem Tag vorbei.

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Eine Anästhesie-Pflegekraft erzählt

Der Patient lag in der Einleitung, wir haben uns um ihn gekümmert, ihn verkabelt, ihm gesagt, dass wir zu anderen Patient:innen müssten und er leider noch nicht dran sei.

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Meine Patientin starb an einem Dienstag im Frühdienst

Wir genossen an diesem Tag den absoluten Luxus mit 3 Leuten vom Stammpersonal geplant worden zu sein. Dieser Luxus löste sich allerdings in Schall und Rauch auf, als ich zum Frühdienstbeginn die Station betrat.

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Eine Reinigungskraft schildert ihre Beobachtungen

Die Person wurde nach ihrem Tod im OP über einen längeren Zeitraum „reanimiert", damit der OP nicht wie laut Bestimmungen schließen muss bis die Kriminalpolizei kommt.

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Nachtdienst allein in der Notaufnahme

Auf näheres Nachfragen, ob diese Patienten etwas für die normale Notaufnahme sind oder nicht doch für den Schockraum, sagte der Rettungsdienst nur ganz trocken „Achso, der dritte, sehr schwer verbrannte Patient komm bei euch über den Schockraum.“

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Nicht einmal zur Sterbebegleitung hatte ich Zeit

Die Dienste finden oft unterbesetzt statt, da die Dienste so knapp besetzt sind, dass jeder einzelne Krankheitsausfall bereits nachbesetzt werden muss.

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Als Angehöriger meines Vaters

Von der Pflege war niemand abkömmlich, denn solche Bedürfnisse kommen in der Prioritätensetzung bei Personalmangel weit unten.

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Wenn nichts mehr hilft

Als die Station betrete, läuten über den ganzen Flur Alarme, Monitore, Perfusoren und Infusomaten. Das Telefon klingelt unaufhörlich. Meine Kolleg:innen sind in den Zimmern und kümmern sich um ihre Patient:innen, auf dem Flur befindet sich niemand.

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Zu viel für eine Person

Ich arbeite bereits seit 2 Stunden ununterbrochen am CT und habe immernoch fünf Patient:innen auf der Liste, die ein Schädel-CT benötigen.

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Dienst auf der Kinderstation

Ich hatte mehrere überwachungspflichtige Patient:innen, die meines Erachtens auch nicht auf unsere Station gehörten. Schon die Dienste vor mir waren am Ende ihrer Kräfte wegen dieser Patient:innen, hatten keine Pause gemacht und Überstunden, um die Dokumentation zu schaffen.

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Jeder Tag ist Geburtstag

Drei Neugeborene brauchen nach der Geburt besonders viel Aufmerksamkeit durch uns und die Ärztinnen. Ihre Mütter müssen wir in ihrer Sorge alleine lassen. Es schmerzt so sehr, die Gebärenden und ihre Partner gegen ihren Willen allein zu lassen.

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Atemlos durch die 24h Schicht

In der Zwischenzeit hatten sich noch drei weitere Notfälle angesammelt – oder besser gesagt angestaut.

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Über 2 Etagen allein

Nachts war ich, wie immer, alleine. Das sei auf regelmäßiger Nachfrage 18 bei der Leitung so vorgesehen.

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Als wären wir an allem schuld

Er muss noch in die Pathologie gebracht werden, damit das Zimmer grundgereinigt werden kann. Meine beiden anderen Patienten leben noch. Während der Übergabe verstirbt leider auch noch einer dieser beiden.

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Todesursache: Aspiration

Die Situation: eine volle Station mit 64 Betten und im Spätdienst nur fünf Examinierte Pflegekräfte, aufgrund von Krankheitsfällen.

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Bericht aus einem Nachtdienst

Die Ratio 1:20 für einen Nachtdienst ist ein großes Problem. Das ist ein Erfahrungsbericht aus einer Nachtschicht auf einer Geriatrie - Station in der -für eine Berliner Universitätsklinik sehr lukrativen Geriatrischen Komplexbehandlung.

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Eine frisch eingearbeitete Intensivpflegekraft stellt dar

Es war ein Dienst auf einer vollbelegten 30-Betten Intensivstation. Es waren sechs Intensivpflegekräfte, zwei Pflegekräfte ohne intensiv- Erfahrung und ein Krankenpflegehelfer geplant.

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Hauptsache das Geld stimmt

Trotzdem wurde dieses Kind um 17:30 Uhr entgegen allen Bedenken eingeleitet. Als ich ankomme, frage ich „Und was mache ich, wenn der Spätdienst um 20 Uhr geht? Dann stehe ich hier allein da, obwohl das Kind zwei Leute mindestens braucht.“

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